In-Cell oder Soft OLED: Wann lohnt sich das Upgrade?
Beim Austausch eines iPhone-Displays ist der Preis oft einer der ersten Faktoren, die man berücksichtigt. Ein In-Cell-LCD bietet eine attraktive Möglichkeit, die Reparatur erschwinglich zu halten. Wenn jedoch eine kompatible Soft-OLED-Alternative verfügbar ist, kann ein etwas höherer Preis einen erheblichen Unterschied bei der Qualität der Reparatur ausmachen.
In unserem aktuellen Sortiment beträgt der Preisunterschied zwischen In-Cell-LCD und kompatiblem Soft-OLED beispielsweise:
- iPhone 12: ca. 14 €
- iPhone 13: ca. 14 €
- iPhone 13 Pro: ca. 13 €
- iPhone 14: ca. 14 €
- iPhone 14 Pro: ca. 31 €
- iPhone 15: ca. 30 €
- iPhone 16: ca. 25 €
Was bekommst du also eigentlich für diese zusätzliche Investition?
LCD versus OLED
Der erste große Unterschied ist die Display-Technologie selbst.
Ein In-Cell-Ersatz nutzt LCD-Technologie. Es ist eine gute und kostengünstige Ersatzoption, funktioniert aber anders als die OLED-Technologie, die ursprünglich in vielen modernen iPhones verwendet wurde.
Ein kompatibles Soft-OLED nutzt OLED-Technologie und kommt daher den Eigenschaften des Original-Displays viel näher.
Dieser Unterschied macht sich bei der täglichen Nutzung des Handys bemerkbar.
1. Tiefere Schwarztöne und höherer Kontrast
Ein LCD benötigt eine Hintergrundbeleuchtung hinter dem Display. Selbst wenn ein Bereich des Bildschirms komplett schwarz sein sollte, bleibt die Hintergrundbeleuchtung aktiv.
Bei OLED erzeugt jedes Pixel sein eigenes Licht. Wenn ein Pixel Schwarz anzeigen soll, kann es sich einfach ausschalten.
Das Ergebnis ist:
tiefere Schwarztöne, stärkerer Kontrast und ein hochwertiger wirkendes Bild.
Das macht sich besonders im Dunkelmodus, bei Fotos, Videos und Apps mit dunklem Hintergrund bemerkbar.
2. Geringerer Stromverbrauch
Energieeffizienz ist ein weiterer wichtiger Vorteil von Soft OLED.
Da ein LCD eine Hintergrundbeleuchtung benötigt, um das gesamte Display zu beleuchten, wird auch dann Strom verbraucht, wenn große Teile des Bildes dunkel sind.
OLED funktioniert anders. Einzelne Pixel erzeugen ihr eigenes Licht, und schwarze Pixel können komplett ausgeschaltet werden.
Besonders bei der Nutzung von:
- Dunkelmodus
- dunklen Hintergründen
- Apps mit großen schwarzen Bereichen
- Videoinhalten mit dunkleren Szenen
kann ein Soft-OLED-Display weniger Strom verbrauchen als eine LCD-Alternative.
Der tatsächliche Akkuverbrauch hängt immer von der Helligkeit, den angezeigten Inhalten und der Nutzung ab, aber die OLED-Technologie selbst hat einen klaren Effizienzvorteil bei der Darstellung dunklerer Inhalte.
Für einen Kunden, der das Smartphone täglich nutzt, ist dies ein weiterer Grund, warum Soft-OLED ein originalgetreueres Erlebnis bieten kann.
3. Ein flüssigeres Erlebnis bei einigen Pro-Modellen
Die Bildwiederholfrequenz ist ein weiterer Unterschied, den man nicht übersehen sollte.
Eine höhere Bildwiederholfrequenz bedeutet, dass das Display das Bild pro Sekunde häufiger aktualisieren kann. Dadurch wirken Scrollen, Animationen und Übergänge flüssiger.
Der Unterschied gilt nicht für jedes Modell. Zum Beispiel arbeiten unsere iPhone 14 und iPhone 16 mit In-Cell- und Soft-OLED-Displays beide mit 60 Hz.
Bei einigen Pro-Modellen ist der Unterschied jedoch erheblich.
Beispiele aus unserem Sortiment sind:
| Modell | In-Cell-LCD | Kompatibles Soft-OLED |
|---|---|---|
| iPhone 13 Pro | 90 Hz | 120 Hz |
| iPhone 13 Pro Max | 90 Hz | 120 Hz |
| iPhone 14 Pro | 90 Hz | 120 Hz |
| iPhone 14 Pro Max | 90 Hz | 120 Hz |
| iPhone 15 Pro | 90 Hz | 120 Hz |
| iPhone 15 Pro Max | 90 Hz | 120 Hz |
| iPhone 16 Pro | 90 Hz | 120 Hz |
| iPhone 16 Pro Max | 90 Hz | 120 Hz |
| iPhone 17 | 90 Hz | 120 Hz |
Das kann besonders für Kunden mit einem Pro-Modell relevant sein, die an ein sehr flüssiges Display-Erlebnis gewöhnt sind.
Bei diesen Modellen verbessert ein Umstieg auf Soft-OLED nicht nur den Kontrast und die Schwarzwerte – er kann auch eine höhere Bildwiederholfrequenz und eine spürbar flüssigere Bedienung bieten.
Bei den Modellen iPhone 17 Pro und 17 Pro Max aus unserem aktuellen Sortiment unterstützen beide Display-Optionen bereits 120 Hz.
4. Näher am ursprünglichen Display-Erlebnis
Kunden, die ein iPhone mit einem originalen OLED-Display besitzen, sind an ein bestimmtes Maß an Bildqualität gewöhnt.
Der Austausch dieses Bildschirms durch ein LCD verändert einige dieser Eigenschaften.
Soft-OLED bewahrt mehr von dem, woran der Kunde gewöhnt ist:
- tiefere Schwarztöne
- höherer Kontrast
- bessere Blickwinkel
- OLED-Bildcharakteristik
- möglicherweise geringerer Stromverbrauch
- höhere Bildwiederholraten bei einigen Modellen
- eine Bauweise, die dem originalen OLED-Display näher kommt
Für eine relativ geringe zusätzliche Investition fühlt sich das reparierte Handy daher deutlich näher am Original an.

5. Rund 17 % weniger RMAs
Die Bildqualität ist nicht der einzige Aspekt.
Unsere eigenen RMA-Daten zeigen, dass kompatibles Soft-OLED etwa 17 % weniger RMAs hat als In-Cell.
Für ein professionelles Reparaturunternehmen ist das wichtig.
Ein RMA kann bedeuten:
- zusätzliche Reparaturzeit
- einen weiteren Kundenbesuch
- zusätzlichen Verwaltungsaufwand
- zusätzlichen Logistikaufwand
- Ausfallzeit für den Endnutzer
- ein weniger positives Kundenerlebnis
Eine niedrigere RMA-Rate hat daher einen Wert, der über die Kosten des Displays selbst hinausgeht.
Die zusätzliche Investition in Soft OLED bringt nicht nur eine bessere Display-Technologie, sondern laut unseren eigenen Verkaufsdaten auch eine geringere Wahrscheinlichkeit einer RMA.
Die Mehrkosten im Blick
Bei einem iPhone 14 kostet das Upgrade auf „Compatible Soft OLED“ etwa 13 € mehr.
Bei einem iPhone 16 beträgt der Unterschied etwa 25 €.
Im Gegenzug erhält der Kunde OLED-Technologie mit tieferen Schwarztönen, stärkerem Kontrast, potenziell besserer Energieeffizienz und einem Display-Erlebnis, das dem Original näher kommt.
Bei mehreren Pro-Modellen bietet Soft OLED zudem 120 Hz statt 90 Hz, was für noch mehr Laufruhe sorgt.
Und in unseren eigenen Verkaufszahlen weist Soft OLED rund 17 % weniger RMAs auf.
Anstatt also zu fragen:
„Willst du 13 € oder 25 € mehr für das Display ausgeben?“
ist die relevantere Frage:
„Willst du die kostengünstigste Reparatur oder ein Display, das in Bildqualität, Technologie und Gesamtnutzererlebnis näher am Original liegt?“
Zwei Qualitäten für zwei unterschiedliche Bedürfnisse
In-Cell-LCD
Eine kostengünstige Lösung für Kunden, bei denen es vor allem darauf ankommt, die Reparaturkosten so niedrig wie möglich zu halten.
Kompatibles Soft-OLED
Eine hochwertigere kompatible Lösung für Kunden, die Wert auf Bildqualität, OLED-Technologie, Energieeffizienz, flüssigere Bildwiederholraten (sofern unterstützt) und ein Erlebnis legen, das dem Original-Display näherkommt.
Für viele Kunden sind die zusätzlichen 13 € oder 25 € relativ gering im Vergleich zum Wert des Geräts und der Zeit, die sie es noch nutzen werden.
Ein relativ kleiner Unterschied bei den Reparaturkosten kann jeden einzelnen Tag, an dem der Kunde das Handy nutzt, einen spürbaren Unterschied ausmachen.
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